Kategorie: StadtLandFluss

Fotomarathon Berlin 2017

Am 10.06.2017 war es mal wieder soweit…

Nach einer langen kreativen Pause habe ich mir meine Kamera geschnappt und mich für den den 17. Fotomarathon Berlin 12 Stunden lang durch meine Lieblingsstadt geknipst. Neben und mit mir mein Vater, auch ein leidenschaftlicher Fotograf und Fotomarathonist-gemeinsam unterwegs aber jeder seine eigene Serie, ich bin immer erstaunt welch unterschiedliche Motive wir an genau der gleichen Stelle entdecken.

Der erste Treffpunkt, und damit auch die Vergabe der Teilnehmernummer und des Tagesmottos sowie vier weiterer Unterthemen war diesmal an der Standbar Plateau Märchenhütte im Monbijoupark.
Wie immer wurden nochmal an alle die Spielregeln verkündet und diesmal aber auch der Hinweis, dass der Fotomarathon dieses Jahr mit dem Verein basis.wissen.schaft im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2017 und mit dem Augenmerk auf das Thema Meere und Ozeane kooperiert.
WASSER also.
Oje! Das ist jetzt eigentlich garnicht so mein Thema und eigentlich dacht ich ja immer „also wenn das Thema z.b. Auto ist -auf garkeinen Fall ein Auto fotografieren- viel zu offensichtlich und unkreativ interpretiert!“…also hier jetzt auf keinen Fall Wasser???

Nach einem Motivationsgetränk und ein paar Bildern zum Warmknipsen habe ich mein Startmotiv gefunden (auf das erste Bild muss immer irgendwie die Teilnehmernummer integriert werden) und schnell ergab sich das zweite Thema relativ spontan und ohne große Grübelei…
Aber jetzt…also doch Wasser? Auf jedes Bild als Teil der Serie? einfach mal Wasserbilder machen? Oh, was Rotes, auf dem ersten und zweiten Bild…einfach auch mal auf jedes Bild was Rotes mit drauf also Teil der Serie? Bildaufbau nah ran? Challenge acceptet!

Viel Text um nichts, also hier erstmal die Themen und Bilder natürlich, zu den Herausforderungen der verschiedenen Stationen und Themen nachher mehr…

Motto: Alles fließt

11:00 Monbijoupark (Mitte)
1. Am Anfang war das Wasser
2. Aus der Mitte entspringt ein Fluss
3. Nur tote Fische schwimmen gegen den Strom  
(also jetzt aber echt auf keinen Fall tote Fische)
4. Ich will wieder an die Nordsee

15:00 Himmelbeet Gemeinschaftsgarten Ruheplatzstraße (Wedding) (eine kleine Ruheoase im tiefsten Wedding-hier gibts kein Wasser!)
5. Hinter´m Horizont gehts weiter
6. Purple Rain (in Wedding)
(ne, schnell raus hier)
7. Venus aus der Panke
(dort gewesen und ganz schnell wieder weg, mal wann anders wieder kommen, vielleicht) 
8. Badekur

19:00 Kinderbauernhof Pinke Panke (Pankow)
9. Früher war mehr Meer
10. Mein Haus am See
11. Wasser im Wandel
12. Was wollen wir trinken, so ein Durst! (ja, Durst, aber keine Zeit, wird ja schon dunkel, ganz doof fürs Bild-wohl zu lang getrödelt)

23:00
Willner Brauerei Berlin (Pankow)
Abgabe

 

Widrige Umstände und Fragen die uns begleitet haben:
Wasser ist eigentlich überhaupt nicht mein Motiv, man kanns sich natürlich mit zusätzlichen Gestaltungen für die Serie extra-schwer machen…
Schon mal in Wedding gewesen?-keine Schnitzelbrötchen kaufen, das grenzt an Körperverletzung…und warum ist die Spree jetzt so weit weg?
wenn das Thema“Venus in der Panke“ ist, möchte man doch mal gucken gehen zur Panke…wär dann ja auch Wasser…naja mit dreimal umsteigen gut erreichbar…FALLS nicht eine S-Bahn komplett ausfällt…klar laufen geht auch, sind ja nur paar Kilometer… oder ein Taxi anhalten kurz bevor man eh da ist…sich überraschen lassen von dem Anblick…nichts gegen die Panke aber völlig untaugliches trübes Gewässer für (m)eine Serie…tick tack die Zeit läuft denn die nächsten Themen gabs nur hier also wie schnell kann man wieder zur Spree und zurück und wieviele Bilder schafft man in der Restzeit? *hetz hetz*
Darf die Venus auch ein Mann sein oder eine Ente, ein Entenmann? Und darf der Venusentenmann auch an der Spree sitzen? Vielleicht weil ihm die Panke zu trüb und klein geworden ist? – Hier ein Dank an Ronny dem Enterich für seinen spontanen Einsatz!
War das mit dem Wasser eine gute Idee oder sollte ich vielleicht mittendrin einfach nochmal ganz neu anfangen und eine Graffitiserie machen?

Ich bin schon soooo gespannt wie die anderen Teilnehmer ihre Serien umgesetzt haben! Wenn ihr auch Lust habt mal wieder einen Ausflug nach Berlin zu machen und zu sehen wie die Themen umgesetzt wurden, kommt doch zur Ausstellung
Samstag, 29. Juli und Sonntag, 30. Juli 2017,  Magazin in der Heeresbäckerei, Köpenicker Straße 16/17, 10969 Berlin
 

Nachtrag: Leider leider hat es dieses Jahr wohl nicht gereicht, die Jury schien diesmal wohl nichts für meine Art der Bildermacherei übrig gehabt zu haben 🙁

Alle glücklichen Gewinnerserien könnt ihr HIER finden.

KoPhiPhi

Die Transporte zu den nächsten Zielen können sich in Thailand recht spektakulär gestalten, wenn du ein Ticket buchst das Zug, Bus und Fähre enthält wartet auch ganz sicher immer jemand am Abholpunkt um dich weiter zu bringen. Nur zwischendurch wirst du vielleicht auch einfach mal ohne weitere Informationen stehen gelassen, wird schon wieder wer kommen und dich zum nächsten Ziel bringen. … hier ein paar kleine Eindrücke an unsere Wartestationen, an denen wir bis zu mehreren Stunden auf Weiterfahrt gewartet haben…

Die Überfahrt nach Ko Phi Phi gestaltete sich dank einiger Chang Biere und der Gewissheit gleich anzukommen recht entspannt und die blaue Farbe, die immernoch an meinen Sneakers klebt, weckt immer wieder Erinnerungen an diesen Transport, auf dem es so heiß war dass sogar der Bodenlack schmolz.

Angekommen in Ko Phi Phi Don, der einizig bewohnten Hauptinsel der Inselgruppe wurden wir direkt überwältigt von dem beschäftitgen Treiben in den engen Gassen, die üribens neben dem Wasserweg die einzige Infrastruktur bieten. Auf den Inseln gibt es keine Straßen oder Autos, alles wird zu Fuß oder mit dem landestypischen Longtail-Boot erledigt.

In den verzweigten, gepflasterten Wegen drängen sich Geschäft an Geschäft, alles auf Touristen ausgelegt, ein Tattooladen neben der Eisdiele, neben dem Souveniergeschäft, neben den besten Kokosnüssen der Insel, neben dem Partyeimer Alkohol… Die Atmosphäre ist aber nicht unangehm oder aufdringlich gewesen, viel mehr konnte man sich kaum satt sehen an den kunterbunten Angeboten. Auch hatte Zeit hier für mich kaum eine Bedeutung, alles liegt so nah und es besteht für die Geschäftsleute kein Drang uns etwas zu verkaufen, hier kommt eh keiner so schnell weg, hier ist genug los, alle scheinen eine Familie zu sein.
Und auch Ruhe und Natur ist hier für alle genug da, Anbieter für Ausflüge auch 😉

Das Nachtleben wird mit Shows und Musik gestaltet, deshalb empfiehlt es sich wenn man nachts lieber schlafen möchte, eine Unterkunft ein paar Gehminuten weiter weg vom Wasser zu suchen. -> Am Ankunftstag versuchten wir „die billigste Unterkunft“ zu finden und nahmen ein Zimmer für 550 Baht direkt in einer der Gassen, das war so klein dass wir es nicht mal fotografieren konnten. Ohne Klimaanlage gebucht, war die feuchte Hitze kaum erträglich wobei ich den vorhandenen Ventilator niemals eingeschaltet hätte und die Geräuschkulisse war irrsinnig. Außerdem haben wir hier zum ersten mal unseren Seidenschlafsack verwendet um nicht direkt auf der Matratze liegen zu müssen. Also billig Urlaub machen geht hier schon, es kommt eben auf Ansprüche und Ekelgrenzen an 😉

Wir wussten schon bei der Reiseplanung, dass wir zum Zeitpunkt des „Loi Krathong“ am Besten in Wassernähe sein sollten also waren wir schon ganz gespannt, wie dieses Lichterfest auf Ko Phi Phi wohl gefeiert wird…
Ich werde das Lied, das aus allen Lautsprechern in der Dauerschleife gespielt wurde nie wieder aus meinem Kopf bekommen wenn ich eine Kerze sehe :-)… –>ลอยกระทง Loy Krathong – ( Old Thaï Classic Song )

Ich hoffe, die Bilder können einen kleinen Einblick in das Spektakel am Hafen geben. Die Bedingungen wurden durch die Wassertaxis, die ihren Betrieb nicht einstellten sondern einfach durch die schwimmenden Kerzen rasten leider sehr erschwert…

 

Die medizinische Versorgung auf der Insel darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Da wir mit Grippesymptomen (wahrscheinlich als Nebenwirkung der ganzen Impfungen die wir uns in Deutschland noch haben reinjagen lassen) bereits in den Urlaub gestartet sind und diese während der bisherigen Reise nicht wirklich in den Griff bekommen hatten, ging es uns inzwischen ziemlich schlecht. Wer den Reiseverlauf bisher kennt, weiß wir haben uns nicht geschont… Also kam es soweit, dass wir ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten, wer mich kennt weiß es ging mir scheinbar echt schlimm. Aber es gibt auf dieser Mini-Insel zwei Krankenhäuser. Wir waren in der Siam International Clinic – das bedeutete es gab einen gefliesten Warteraum in den man auf keinen Fall mit Schuhen gehen durfte aber schmutzige Strandfüße waren kein Problem und die Klinikkatze durfte sowieso überall herumlaufen wenn sie nicht gerade die Apothekenlieferung auseinander nahm! Es gab drei „nurses“ und einen sehr sehr alten Mann der hier scheinbar der Arzt war. Wir bekamen jeder fünf verschiedene Medikamente in kleinen Tütchen von Hand abegezählt ohne weiter Wirkungs- oder Inhaltsinformationen und wertvolle Tipps wie warmes Wasser zu trinken und im Sitzen zu schlafen. (Die Medikamente stellten sich in Deutschland als nicht ganz in der Wahl verfehlt aber sehr überdosiert und Nebenwirkungsreich heraus) Außerdem hatte man wohl Sorge dass ich Tbc hätte, darum sollte eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht werden. Doof nur, dass das Gerät in dem verschimmelten Röntgenzimnmer wohl schon seine besten Tage hinter sich hatte und nachdem Aufnahme eins und zwei nicht geglückt sind stellte sich die nurse ernsthaft einfach selbst an die Wand und röntgte sich ohne Vorwarnung einfach mal selbst…Man beschloss, lieber eine Sputumprobe nach Bangkok mit der nächste Fähre zu schicken…Naja, wozu nicht mal die Auslandskrankenversicherung meiner Kreditkarte nutzen?…Zwei Tage später ein Aufatmen, die Info dass ich kein Tbc habe und weitere gute Tipps wie „nicht zu ölig essen“, Katze streicheln, bezahlen, Tabletten aussortieren (ich glaube die eine kleine gelbe macht mich echt schwindelig) und die Reise fort setzen 🙂
Insgesamt war das eine völlig skurrile Erfahrung der medizinischen Versorgung, ganz falsch war es nicht, was uns dort verschrieben wurde, ganz richtig aber auch nicht, man hat sich überzeugt bemüht. Fazit: Solltest du dich nicht ganz fit fühlen bevor du auf die Insel fährst, lass es gleich oder suche auf dem Festland vorher einen richtigen Arzt auf, Notfälle wie Schnittverletzungen wurden hier scheinbar ganz kompetent behandelt (alle Verbundenen verließen glücklich wirkend den Raum).

 

Weimar 2016

Vor einigen Wochen sind wir in den Genuss eines Wochenendausfluges nach Weimar gekommen. Diesmal hatte ich „nur“ meine alte Kompaktkamera Samsung EX2F dabei, mit der bei mir mehr oder weniger alles angefangen hatte und ich wusste nach nur ein paar Schüssen, warum ich sie so geliebt hatte und jederzeit weiter empfehlen würde ♡ Continue reading

Chiang Mai/Chiang Rai Touren (1)

Um Chiang Mai herum bieten sich viele Ausflugsmöglichkeiten an. Unter anderem eine Schmetterlings- u. Orchideenfarm, heiße Quellendas goldene Dreieck um Laosder weiße Tempel Wat Rong Khun.

Außer der geführten Dschungeltour (Beitrag 2) haben wir uns jeweils ziemlich gehetzt gefühlt, die Veranstalter sammelten immer eine Gruppe von ca 10 Touristen ein, wir wurden in einem überklimatisierten Minivan transportiert und die Guides hatten einen straffen Zeitplan und diesen immer fest im Griff, für einen WC-Gang mit schnellem Durchrauschen und Abknipsen der Sehenswürdigkeiten hatten wir jeweils nur 20-45 Minuten. Falls ihr das ganze Programm also lieber etwas gemütlicher angehen wollt, organisiert ihr am Besten eine eigene Anreise… Continue reading

Chiang Mai/Chiang Rai Touren (2)

Das Volk der Karen, Padong Karen (Long Neck)

Diesen Ausflug wollte ich unbedingt, nachdem ich vor langer Zeit bereits eine TV-Reportage des optisch aussergewöhnlichen Stammes gesehen hatte. Am Ende hatte ich tolle Bilder aber kein gutes Gefühl… Continue reading

Chiang Mai

Am Ende des fünften Tages ging die Reise (leider) schon weiter, mit dem Nachtzug nach Chiang Mai…

Vorab sei gesagt, ich habe selten so gut geschlafen! Aber wenn ihr vor habt nachts mit dem Zug weiter zu reisen, habt ihr zwei Möglichkeiten: Variante A= in einem Gruppenwagon mit 40 Betten, Variante B= ein eigenes Abteil mit zwei Betten. Für die Strecke nach Chiang Mai entschieden wir uns für Variante A (halber Preis zu B). Auch hier kann man ganz schnell mit anderen Leuten in Kontakt kommen, in unserem Wagon waren sicher über vier Nationen allen Alters und Geschlecht untergebracht. Es gibt wohl auch einen Wagon nur für Frauen aber ich für meinen Teil kann sagen, ich habe mich trotz der Enge nicht einmal unwohl oder bedroht gefühlt. Es sind doch alle sehr müde und verkriechen sich bald hinter ihren Matratzenvorhang… Continue reading

Ayutthaya

Weiter auf unserer Reise ging es nun an Tag 4 mit dem Zug ca 70km für 2 Stunden nach Ayutthaya. Zugfahren an sich ist ja nichts Besonderes aber allein die Atmosphäre der anderen Kultur, der Ausblick und die für uns eher „rückständige“ Ausstattung haben die Fahrt zu einem Erlebnis gemacht. Continue reading